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msdockville festival für musik und kunst in hamburg
Illustration: MSArtville_Logo_2015_quad_20160108155512

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EINE REAL-UTOPISCHE GEISTERSTADT

Während in den vorangegangenen Jahren stets unter einem spezifischen thematischen Oberbegriff gearbeitet wurde, ist beim MS ARTVILLE in den Jahren 2014 und 2015 bewusst auf eine solche Themenvorgabe verzichtet worden. Stattdessen verkörperte das MS ARTVILLE sein eigenes Thema. Aus dem MS ARTVILLE wurde eine eigene Kunststadt. Abgeleitet aus dem Genius Loci wurde innerhalb von zwei Jahren der Grundstein gelegt für die Schaffung eines Kulturraums. Das Festivalgelände wurde neu vermessen, der Grundriss der Kunststadt erarbeitet, feste Installationen eingerichtet und mit dem Bau des Kubendorfes eine genauere Ausdefinierung des Ortes vollzogen – die Stadtstrukturen wurden gelegt.

Damit wurden gleichzeitig die baulichen und strukturellen Voraussetzungen geschaffen, um sich wieder auf thematische Zusammenhänge und eine kohärente inhaltliche Ausrichtung zu konzentrieren. In 2016 wird nun aus der geschaffenen Kunststadt die MS ARTVILLE Geisterstadt, als Höhepunkt einer fast dreijährigen Bau- und Neukonzeptionsphase.
Der Begriff Geisterstadt ist in diesem Fall im doppelten Sinne zu verstehen und wörtlich zu nehmen. Mit den Geistern der Stadt sind zum einen die kreativen (Stör)Geister gemeint, die konterkarierend, oftmals sehr konkret aber ungreifbar die architektonische Hülle und physische Gestalt der Stadt hinterfragen. Kunst versteht sich in besonderem Maße darauf, Grenzüberschreitungen zu vollziehen und an den gesellschaftlichen Demarkationslinien zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem zu changieren. Zum anderen verkörpern moderne Städte als glorifizierte, artifizielle Abbilder ihrer selbst eben diesen Interventionsraum kreativen Schaffens und der Kunst. Zwei Zustände, die sich gegenseitig bedingen.

In der MS ARTVILLE Geisterstadt soll das Unsichtbare für Momente sichtbar gemacht und das scheinbar Sichtbare als eigentlich Unsichtbares entlarvt werden. Dabei ist die MS ARTVILLE Geisterstadt ein vielfältiges Panorama zeitgenössischer, genreübergreifender Kunstpositionen, die in gemeinsamer Reflektion mit dem Publikum, auch Aufschluss darüber zu geben versucht, wessen Geistes unsere Gegenwart eigentlich ist.

So entsteht – herausgebildet aus dem Genius Loci und dem kreativen Schaffensgeist der Vorjahre –  gemeinsam mit den beteiligten Künstlern und Künstlerinnen sowie den Besucherinnen und Besuchern, 2016 eine real-utopische Geisterstadt.


 


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